Debatte über Warn-Systeme

Nachrichten, 23. Juli 2021

Viele Menschen in den Hoch-Wasser-Gebieten sagen: Wir sind nicht rechtzeitig gewarnt worden. Jetzt gibt es eine Diskussion, wer daran schuld ist. Und wie man es in Zukunft besser machen kann.

Viele Orte hatten kein Internet mehr und die Warn-Apps haben nicht funktioniert. (picture alliance / Lino Mirgeler/dpa-tmn | Lino Mirgeler)

Viele Menschen in Deutschland sind von den Überschwemmungen völlig überrascht worden. Sie haben ihre Häuser darum nicht rechtzeitig verlassen. Viele sind in ihren Kellern ertrunken. Wetter-Forscher von der EU machen Deutschland jetzt Vorwürfe. Sie sagen: Wir haben rechtzeitig vor dem starken Regen gewarnt. Wetter-Experten in Deutschland sagen: Wir haben alle Warnungen an die Bundes-Länder und die Medien geschickt. Die haben das aber nicht weiter-gesagt. 

In Deutschland überlegen die Menschen jetzt, wie man in Zukunft besser vor Unwettern warnen kann. In vielen Orten gibt es zum Beispiel keine Sirenen mehr. Ein anderes Problem sind die Warn-Apps. Das sind Programme auf Smart-Phones, die die Besitzer vor Gefahren warnen. Das geht aber nur, wenn es Internet gibt. Das Internet ist aber in vielen Hoch-Wasser-Gebieten ausgefallen. Außerdem haben viele ältere Menschen kein Smart-Phone. Darum will die Bundes-Regierung jetzt ein System einführen, bei dem die Menschen mit einer SMS gewarnt werden.

Außerdem sollen die Menschen in Deutschland besser auf Natur-Katastrophen vorbereitet werden. Denn viele wissen nicht, was sie bei einer Katastrophe tun sollen. Auch dieses Mal haben sich manche Menschen falsch verhalten. Sie sind in den Keller gegangen, um ihre Sachen zu retten. Oder sie haben sich geweigert, ihre Häuser zu verlassen. Das ist in so einer Situation sehr gefährlich.

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