Einigung beim EU-Gipfel

Nachrichten, 24. Juli 2020

Die Europäische Union will in den nächsten Jahren sehr viel Geld ausgeben. Bei einer Konferenz haben die wichtigsten Politikerinnen und Politiker der 27 EU-Staaten 4 Tage lang darüber gestritten. Dann haben sie sich aber doch noch geeinigt.

Ursula von der Leyen von der Europäischen Kommission und Charles Michel vom Europäischen Rat nach dem Gipfel (dpa / AP / EPA Pool / Stephanie Lecocq )

Am meisten Streit gab es über Geld für Länder, die sehr stark unter der Corona-Krise leiden. Also zum Beispiel Italien und Spanien. Diese Länder bekommen 390 Milliarden Euro von der EU geschenkt. Eigentlich sollte es noch mehr Geld sein. Damit waren aber nicht alle Länder einverstanden.

Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland und die Niederlande fanden das zu viel. Deswegen haben sie sich dagegen gewehrt. Dann haben sie sich aber doch noch mit den anderen EU-Ländern auf die 390 Milliarden geeinigt. Wer noch mehr Geld braucht, soll sich das Geld von der EU ausleihen. Später muss das dann zurück gezahlt werden.

Außerdem ging es bei dem EU-Gipfel auch um Geld für andere wichtige Dinge. In den nächsten 7 Jahren will die Europäische Union mehr als eine Billion Euro ausgeben. Das ist ungefähr dreimal soviel wie Deutschland das ganze Jahr insgesamt ausgibt. Mit dem Geld sollen vor allem Arbeits-Plätze in Europa gesichert werden. Die EU ist sich sicher, dass sonst viele Arbeits-Plätze durch die Corona-Krise in Gefahr sind. Es ist das erste Mal, dass die EU zusammen Schulden macht. Viele sagen: Dadurch arbeiten die EU-Länder noch enger zusammen.

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