Feuer bei kaputtem Atom-Kraft-Werk

Vermischtes, 17. April 2020

In dem Land Ukraine hat es vor vielen Jahren einen Unfall in dem Atom-Kraft-Werk Tschernobyl gegeben. Dabei wurde viel gefährliche Radio-Aktivität in der Region verteilt. Jetzt haben die Wälder um das Atom-Kraft-Werk gebrannt – viele Menschen machen sich deshalb Sorgen.

Ein Rest von einem Haus im Wald bei Tschernobyl brennt. (Yaroslav Yemelianenko/AP/dpa)

In den Wäldern und in der Gegend rund um das kaputte Atom-Kraft-Werk gibt es seit dem großen Unfall eine Sperr-Zone. Das heißt: Dort darf niemand wohnen, weil der Boden, die Pflanzen, die Tiere und die Gebäude in diesem Gebiet radio-aktiv sind. Wenn sich jemand dort zu lange aufhält, kann er oder sie sehr krank werden.

Das Problem ist jetzt: Wenn der Wald brennt, kann sich die Radio-Aktivität über den Rauch auch in andere Gebiete weiter weg verteilen. Bei dem Unfall vor vielen Jahren war das auch so: Die Radio-Aktivität von dem brennenden Atom-Kraft-Werk konnte man damals sogar in anderen Ländern wie Schweden oder auch Deutschland messen. Der Rauch hatte sich in Deutschland über den Boden verteilt. Deshalb konnte man zum Beispiel Gemüse von diesen Böden eine Zeit lang nicht essen.

Bei den Wald-Bränden war die größte Sorge, dass das Feuer auch die Ruine des Atom-Kraft-Werks erreicht. Aber die Feuerwehr in der Ukraine hat die Feuer inzwischen gelöscht. In der Haupt-Stadt Kiew haben die Behörden aber höhere Werte von Radio-Aktivität gemessen. Kranke Menschen sollen deshalb zu Hause bleiben.

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