Impf-Stoff für alle

Nachrichten, 7. Mai 2021

Viele arme Länder haben große Probleme in der Corona-Krise. Und sie haben nicht genug Geld, um Impf-Stoff für alle Menschen zu kaufen. Deshalb fordern sie: Sagt uns, wie wir den Impf-Stoff selber machen können. Das Land USA hat nun angekündigt: Das unterstützen wir.

Es geht um den Patent-Schutz. Ein Patent bekommt man für etwas, was man selbst entwickelt hat und niemand einfach nachmachen soll. Die Entwickler von Impf-Stoffen haben das Patent auf ihre Impf-Stoffe. Deshalb darf niemand das einfach so nachmachen. Das gilt auch für Medikamente, die gegen Corona helfen.

Bis jetzt haben vor allem die reichen Länder gesagt: Wir wollen, dass der Patent-Schutz bleibt. Jetzt aber haben die USA ihre Meinung geändert. Die Regierung sagt: Wir wollen, dass die Patente für einige Zeit nicht mehr gelten. Damit wollen wir den armen Ländern helfen.

Allerdings ist nicht klar, ob es auch so kommt. Die Welt-Gesundheits-Organisation verhandelt gerade darüber. Und alle Mitglieds-Länder müssen zustimmen, damit die Patente nicht mehr gelten. Das sind 164 Mitglieders-Länder. Manche Länder sagen: Die Entwickler haben die Impf-Stoffe erforscht. Das war viel Arbeit. Und sie verdienen damit ihr Geld. Wir müssen deshalb die Entwickler schützen. Die Länder sagen auch: Das Problem ist nicht das Patent. Sondern es gibt gar nicht genug von den Zutaten, um überall den Impf-Stoff herzustellen. 

Arme Länder meinen: Wir brauchen aber die Hilfe. Zum Beispiel gibt es in Indien sehr viele Corona-Fälle. Jeden Tag werden mehrere Hunderttausend Menschen krank. Dort gibt es wenige Medikamente und wenig Impf-Stoffe. Andere Länder schicken deswegen Not-Hilfe nach Indien.

www.nachrichtenleicht.de