Kein Hafen für Rettungs-Schiffe

Nachrichten, 17. April 2020

Die Corona-Krise hat auch Folgen für die Rettung von Flüchtlingen. Die Länder Italien und Malta lassen Rettungs-Schiffe nicht mehr in die Häfen. Für die geretteten Menschen ist das ein Problem.

So sieht das Schiff „Alan Kurdi“ aus. ( Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa)

Das deutsche Schiff „Alan Kurdi“ hat Anfang April fast 150 Menschen aus See-Not gerettet. Aber seitdem sucht das Schiff einen Hafen im Mittel-Meer. Italien und Malta haben gesagt: Wir können die Menschen nicht versorgen. Denn wir haben viele Fälle von dem Corona-Virus. Es gibt keinen Platz in den Kranken-Häusern.

Die Hilfs-Organisation „Sea Eye“ sagt: Den Menschen auf dem Schiff geht es sehr schlecht. Sie sind sehr verzweifelt. Deshalb müssen die Länder den Flüchtlingen schnell helfen. Die italienische Regierung sagt deshalb: Die Menschen kommen erst mal auf ein anderes Schiff, wo es ihnen besser geht. Dort müssen sie bleiben, bis klar ist, ob sie das Corona-Virus haben.

Auch die Lage von den Flüchtlingen in dem Land Griechenland ist nicht so gut. Viele leben auf Inseln in viel zu vollen Lagern. Dort ist es auch oft nicht sehr sauber. Deshalb gibt es große Angst vor dem Corona-Virus. Die Regierung in Griechenland hat nun entschieden: Wir holen einige von den Flüchtlingen auf das Fest-Land. Es geht um alte und kranke Menschen und um Familien. 

Vorher haben schon mehrere Länder in der EU angekündigt: Wir holen einige Flüchtlings-Kinder aus Griechenland zu uns. In Luxemburg sind 11 Jungen und 1 Mädchen angekommen. Deutschland nimmt ungefähr 50 Kinder auf.

www.nachrichtenleicht.de