Krise in Belarus

Nachrichten, 11. September 2020

In dem Land Belarus gibt es noch immer Gewalt gegen die Opposition. Wichtige Politiker und Politikerinnen von der Opposition mussten das Land verlassen. Die Proteste gegen Staats-Chef Lukaschenko gehen weiter.

Menschen in dem Land Belarus protestieren gegen die Regierung. (picture alliance / dpa / Ulf Mauder)

Lukaschenko sagt: Ich habe die Präsidentschafts-Wahl gewonnen und ich bleibe weiter Präsident von Belarus. Die Opposition sagt: Das stimmt nicht. Die Wahl war gefälscht. Auch die Europäische Union sagt: Die Wahl war nicht gerecht. Das Wahl-Ergebnis kann so nicht gelten. 

Die Opposition in Belarus hat eine Gruppe gegründet. Sie heißt Koordinierungs-Rat. Die Rats-Mitglieder sagen: Wir wollen, dass Lukaschenko die Macht abgibt und wir wollen, dass neu gewählt wird. Lukaschenko sagt: Der Koordinierungs-Rat ist gegen das Gesetz. Er sagt: Die Leute aus dem Rat wollen selbst an die Macht. 

In den vergangenen Tagen gab es Gewalt gegen die Leute vom Koordinierungs-Rat. Maskierte Männer oder Frauen haben die Arbeits-Zentrale von dem Rat geräumt. Rats-Mitglieder sind verschwunden. Wichtige Politikerinnen von der Opposition sind nicht mehr in Belarus. Sie sagen: Wir mussten das Land verlassen, weil wir dort nicht mehr sicher sind.

Besonders viel Aufregung gab es um die Oppositions-Politikerin Kolesnikowa. Sie hat immer gesagt: Ich bleibe in Belarus. Aber auch sie war plötzlich verschwunden. Inzwischen ist bekannt: Sie ist verhaftet worden. Leute von der Opposition in Belarus sagen: Kolesnikowa sollte gezwungen werden, das Land zu verlassen. Sie sagen: Sie ist verhaftet worden, weil sie nicht gehen wollte.

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