Militär-Putsch in Myanmar

Nachrichten, 5. Februar 2021

Myanmar ist ein Land in Süd-Ost-Asien. In dem Land hat das Militär die Macht übernommen. Das Militär hat wichtige Politikerinnen und Politiker von der Regierung festgenommen. Man nennt das Militär-Putsch.

In Myanmar stehen Soldaten an einer Straßen-Sperre. (AFP)

Das Militär hat einen Grund für den Putsch genannt. Es hat gesagt: Bei der Wahl im November 2020 hat es Betrug gegeben. Beweise hat das Militär dafür nicht genannt.

Bei der Wahl hat die Partei von der Politikerin Aung San Suu Kyi gewonnen. Suu Kyi ist in Myanmar eine wichtige Politikerin und sehr beliebt. Die Partei von dem Militär hat nur wenige Stimmen bekommen. Das Militär hat Suu Kyi festgenommen und will sie vor Gericht stellen. Das Militär sagt: Suu Kyi hat bestimmte Gesetze nicht eingehalten.

Viele Länder haben gegen den Militär-Putsch protestiert. Zum Beispiel das Land USA. Der Präsident von den USA heißt Joe Biden. Er hat gesagt: Das Militär muss die Macht wieder zurückgeben. Der deutsche Entwicklungs-Minister Gerd Müller hat gesagt: Das ist ein schwerer Rückschlag für die Entwicklung von Myanmar. 

Damit bezieht er sich auf die Vergangenheit von Myanmar. In dem Land hat das Militär schon einmal sehr lange Zeit regiert – nämlich fast 50 Jahre. Viele Menschen waren unzufrieden. Sie durften nicht wählen und auch nicht ihre Meinung sagen. Erst in dem Jahr 2010 hat das Militär die Macht nach und nach  abgegeben. Seit dem Jahr 2016 hat die Partei von Suu Kyi regiert.

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