Rechts-Extremist festgenommen

Nachrichten, 7. Mai 2021

In der Stadt Berlin hat die Polizei einen Mann festgenommen. Der Mann soll rechts-extreme Droh-Briefe geschrieben haben. Die Briefe waren mit „NSU 2.0“ unterschrieben. Der NSU war eine Gruppe von Neo-Nazis.

In der Stadt Wiesbaden haben Menschen demonstriert. Sie wollen damit die Opfer von den Droh-Schreiben unterstützen. (dpa)

NSU ist eine Abkürzung für National-Sozialistischer Untergrund. Das war eine Gruppe von rechts-extremen Terroristen. „2.0“ soll wohl bedeuten, dass es die Nachfolger von dem NSU sind.

Der Mann ist 53 Jahre alt und vorbestraft. Er soll seit 2018 E-Mails, Fax-Nachrichten und SMS an Menschen geschickt haben. Er hat die Menschen beleidigt. Der Mann hat auch gedroht, die Menschen zu töten. Der Mann hat vor allem Menschen bedroht, die einen ausländisch klingenden Namen haben.

Die ersten Droh-Mails hat eine Anwältin vor 2 Jahren bekommen. Sie heißt Seda Basay-Yildiz. Sie war auch bei dem Prozess gegen den NSU dabei. Sie hat die Familien von den Opfern vertreten. Später haben auch Politikerinnen von der Partei Die Linke und die Kabarettistin Idil Baydar solche Mails bekommen.

Die Behörden wissen nicht, wie der Mann an die persönlichen Daten von den Opfern gekommen ist. Einige Daten stammen von Polizei-Computern im Bundes-Land Hessen. Die Behörden untersuchen, ob es noch weitere Täter gibt.

Bundes-Innen-Minister Horst Seehofer hat festgestellt: In Deutschland gibt es viele Straf-Taten, die einen politischen Hintergrund haben. Im vergangenen Jahr haben vor allem Rechts-Extreme viele Straf-Taten begangen. Aber auch Links-Extreme haben mehr Straf-Taten verübt.

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