Streit um Gas-Röhre

Nachrichten, 11. September 2020

Alexej Nawalny ist ein bekannter Kritiker von der Regierung in Russland. Er ist mit einem Nerven-Gift vergiftet worden und schwer krank. Viele Länder glauben: Die russische Regierung hat ihn vergiftet. Politiker überlegen, wie sie darauf reagieren sollen.

Ein Arbeiter auf der Bau-Stelle von der Gas-Pipeline Nord Stream 2 (picture alliance / dpa / Stefan Sauer)

Einige deutsche Politiker sagen: Mit einem Land wie Russland darf man keine Geschäfte machen. Sie sagen: Wir müssen ein wichtiges Handels-Geschäft mit Russland stoppen. Bei dem geplanten Geschäft geht es um Erd-Gas. Russland will dieses Gas unter anderem an Deutschland verkaufen. Das Gas soll über eine lange Röhre transportiert werden. So eine Gas-Röhre nennt man auf Englisch Pipeline. Die Röhre heißt Nord Stream 2. Sie wird gerade gebaut, ist aber noch nicht ganz fertig.

Einige Politiker sagen: Wir müssen den Bau von der Gas-Röhre stoppen. Sie sagen: Das wäre eine Strafe für Russland, weil das Land dann mit dem Gas kein Geld verdienen kann.

Vor allem Menschen aus der Wirtschaft sagen aber: Die Pipeline ist zu wichtig, wir dürfen den Bau nicht stoppen. Manche sagen auch: Wenn wir kein Gas aus Russland kaufen, müssen wir Gas aus den USA kaufen. In den USA wird das Gas aber so aus dem Boden geholt, dass die Umwelt kaputt geht.

Bundeskanzlerin Merkel will mit der Europäischen Union über eine Reaktion auf den Gift-Anschlag beraten. Nawalny geht es inzwischen etwas besser. Er wird aber von Polizisten bewacht. Mehr zum Gift-Anschlag auf Nawalny haben wir vergangene Woche hier geschrieben.

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