Syrischer Bundestags-Kandidat bedroht

Nachrichten, 2. April 2021

Im September ist die Wahl für den deutschen Bundestag. Tareq Alaows wollte als erster Flüchtling aus dem Land Syrien Abgeordneter im Bundestag werden. Jetzt hat er gesagt: Ich kandidiere doch nicht, denn ich werde bedroht.

Tareq Alaows ist aus Syrien geflohen und wollte für den Bundestag kandidieren. (dpa/picture alliance/Kay Nietfeld)

Alaows ist vor 6 Jahren aus dem Bürger-Kriegs-Land Syrien nach Deutschland geflüchtet. Er ist Jurist und setzt sich für Menschen-Rechte ein. Er wollte für die Partei Die Grünen in den Bundestag. Dort wollte er auf die Probleme und Wünsche von geflüchteten Menschen aufmerksam machen. Durch seine Kandidatur hat er viel Aufmerksamkeit bekommen.

Jetzt hat Alaows gesagt: Ich und meine Familie werden bedroht. Und: Ich erlebe viel Rassismus wegen der Kandidatur. Deshalb will er nun doch nicht bei der Wahl antreten.

Viele Politikerinnen und Politiker sagen: Das ist verständlich, aber es ist schlimm für die Demokratie. Es darf nicht sein, dass jemand nicht an einer Wahl teilnehmen kann, weil er bedroht wird.

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