Wirecard-Skandal noch größer

Nachrichten, 24. Juli 2020

Die Finanz-Firma Wirecard hat wohl noch viel mehr betrogen als bisher gedacht. Angeblich weiß der frühere Chef schon seit 5 Jahren davon. Er ist jetzt wieder festgenommen worden.

Der frühere Chef von der Firma Wirecard, Markus Braun. (Lino Mirgeler/dpa)

Die Staats-Anwaltschaft von der Stadt München hat herausgefunden, dass die Firma Wirecard seit 2015 Geld verliert. Sie hat aber falsche Zahlen aufgeschrieben, damit das nicht auffällt. Die falschen Zahlen hat auch die Banken-Aufsicht Bafin geglaubt. Und deshalb hat Wirecard auch 3,2 Milliarden Euro Kredit bekommen. Das Geld ist jetzt weg, befürchtet die Banken-Aufsicht.

Der frühere Chef von Wirecard heißt Braun. Er war schon einmal kurz in Untersuchungs-Haft, als der Skandal bekannt wurde. Jetzt hat die Polizei ihn wieder festgenommen. Auch noch andere wichtige Mitarbeiter von Wirecard sind festgenommen worden. Sie sollen alle von dem Betrug gewusst haben.

Wirecard verdient Geld damit, wenn Kunden in einem Laden oder im Internet etwas mit Karte bezahlen. Früher haben sich Banken um die Technik von dieser elektronischen Bezahlung gekümmert. Die Banken haben das Geschäft aber an andere Firmen wie Wirecard abgegeben. Alle Unternehmen müssen aufschreiben, wieviel Geld sie verdienen. Dabei hat Wirecard gelogen. Jetzt sieht es so aus, dass die Firma das schon viel länger macht als gedacht.

www.nachrichtenleicht.de